| 1031 |
Neubesiedlung des Klosters
durch Benediktiner aus dem Kloster Tegernsee; Blüte der Schreibschule
unter Abt Gothelm und den Mönchen Gotschalk und Adalbert. |
| 1200 |
Botanische Forschungen
und Anlage von Heilkräutergärten mit Unterstützung des Klosters
Tegernsee. |
| 1250 |
Klosterbibliothek mit
rund 250 Handschriften, die den ganzen Bereich des damaligen
höheren Bildungswesens abdecken. |
| 1490 |
Zerstörung der zentralen
Klostergebäude durch einen Großbrand. |
| 1530/40 |
Vertiefung der systematischen
Klostergeschichtsschreibung durch P. Antonius Funda; theologische,
philosophische, naturwissenschaftliche Studien. |
| 1689 |
Wiedereröffnung des
im Dreißigjährigen Krieg aufgelösten Gymnasiums mit sprachlichen,
musischen, mathematischen und botanischen Schwerpunkten. |
| 1698 |
Eröffnung der Hochschule
(commune
studium) – im äußeren Nordtrakt – der Bayerischen Benediktinerkongregation,
die bis 1769 mit Unterbrechungen existierte. |
| 1700 |
Erstmalige mustergültige
Anwendung der quellenkritischen Methode der Geschichtsschreibung
in Süddeutschland durch P. Karl
Meichelbeck OSB († 1734), den Verfasser der Historia Frisingensis
(Geschichte des Bistums Freising) und des Chronicon Benedictoburanum
(Geschichte des Klosters Benediktbeuern). |
| 1803 |
Auflösung des Klosters,
der Klosterbibliothek und -pinakothek durch die Säkularisation.
Auslagerung der Handschriften und eines Teils der gedruckten
Bücher nach München; Berufung von ehemaligen Mönchen zu Universitätsprofessoren:
P. Ägidius Jais als Pastoraltheologe nach Salzburg, P. Sebastian
Mall als Orientalist nach Landshut und München, P. Florian Meilinger
als Mathematiker nach München. |
| 1805 |
Eröffnung der Glashütte
durch Joseph von Utzschneider und Entwicklung des schlierenfreien
Flintglases durch Joseph von Fraunhofer sowie Entdeckung der
für die Entwicklung der Spektralanalyse bedeutsam gewordenen
'Fraunhoferschen Linien'. |
| 1818 |
Übernahme des Klosters
durch den Bayerischen Staat. Verwendung der Klostergebäude für
die Pferdezucht als Remontedepot, dann als Kaserne, Invalidenheim,
Genesungskrankenhaus für Soldaten und als Gefängnis. |
| 1930 |
Erwerb der Klosteranlage
Benediktbeuern durch die Salesianer
Don Boscos. |
| 1931 |
Gründung der Philosophisch-Theologischen
Hochschule (PTH) zunächst in Form einer 'Theologischen Studienanstalt'
für die Ordensmitglieder. |
| 1941 |
Schwere Beeinträchtigung
der Ordensniederlassung durch den Nationalsozialismus. Im Kloster
wird eine Zahlmeisterschule der Deutschen Wehrmacht eingerichtet. |
| 1945 |
Nach dem Zweiten Weltkrieg
neue Entfaltung der Ordensniederlassung der Salesianer Don Boscos
mit Theologischer Hochschule. |
| 1946 |
Gründung eines Gymnasiums
für spätberufene Priesteramtskandidaten, das 1964 nach Buxheim
bei Memmingen verlegt wurde. |
| 1967 |
Gründung eines Jugendleiterseminars,
das 1968 in die 'Höhere Fachschule für Sozialpädagogik der Salesianer
Don Boscos' umgewandelt wurde. |
| 1970 |
Affiliation der PTH
an die Theologische Fakultät und 1976 an die Philosophische
Fakultät der Universitas
Pontificia Salesiana in Rom. |
| 1971 |
Überführung der Höheren
Fachschule für Sozialpädagogik in die Kirchliche Stiftung des
öffentlichen Rechts 'Kath. Bildungsstätten für Sozialberufe
in Bayern' als Abteilung Benediktbeuern der Katholischen
Stiftungsfachhochschule München (KSFH). Einzug der Fachhochschule
in den Nordtrakt des Klosters. |
| 1978 |
Gründung des Jugendpastoralinstituts
Don Bosco Benediktbeuern durch die Deutsche Provinz der
Salesianer Don Boscos, Körperschaft des öffentlichen Rechts
als kooperierende Institution zur PTH und zur KSFH. |
| 1979 |
Großbrand im Kloster
Benediktbeuern; u.a. wird der halbe Nordtrakt (Fachhochschul-Gebäude)
zerstört. |
| 1981 |
Staatliche Anerkennung
der PTH als nichtstaatliche wissenschaftliche Hochschule. |
| 1989 |
Errichtung des Zentrums
für Umwelt und Kultur Benediktbeuern. |
| 1990 |
Verleihung des staatlichen
Promotionsrechts im Bereich der Katholischen Theologie an die
PTH durch Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes
zum 1. August 1990. |
| |
Errichtung des Studienschwerpunkts
'Umwelt- und Kulturpädagogik' an der Abteilung Benediktbeuern
der KSFH durch Erlaß des Bayerischen Staatsministeriums für
Wissenschaft und Kunst zum 1. Oktober 1990. |
| |
Errichtung des Instituts
für salesianische Spiritualität. |
| 1992 |
Erhebung der PTH zur
Theologischen Fakultät und Verleihung des kirchlichen Promotionrechts
durch die Congregatio de Institutione Catholica mit Dekret vom
24. Mai 1992. |
| 1998 |
Errichtung der Clearingstelle
Kirche und Umwelt an der PTH. |
| 2000 |
Verleihung des Habilitationsrechts
im Bereich der Katholischen Theologie an die PTH durch Gesetz
zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes vom 25.
Juli 2000. |
| 2001 |
Gründung der Don-Bosco-Stiftung
Benediktbeuern und der Don-Bosco-Hochschulstiftung
Benediktbeuern. |
| 2003 |
Erstellung des PTH-Leitbildes. |
| 2012 |
Insgesamt gibt es an
den beiden Benediktbeurer Hochschulen rund 600 Studierende. |