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Salesianische Geschichte in Mittel- und Westeuropa

Internationale Tagung im November 2002 in Benediktbeuern

Mit den Aufgaben und Perspektiven salesianischer Geschichtsschreibung in Mittel- und Westeuropa befaßt sich eine von der Associazione Cultori di Storia Salesiana, dem Istituto Storico Salesiano und der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern veranstaltete wissenschaftliche Tagung, die vom 1. bis zum 3. November 2002 in Benediktbeuern stattfindet. Die Konferenzsprache wird Englisch sein.

Dabei soll es zunächst um eine Bestandsaufnahme gehen: Welche Forschungsprojekte laufen gerade? Wo liegen interessante, aber unveröffentlichte Forschungsergebnisse vor (etwa in Form von Diplomarbeiten oder »Grauer Literatur«)? Ferner sollen die unterschiedlichen methodischen Zugänge zur salesianischen Ordensgeschichte wie auch besondere theoretische und praktische Probleme diskutiert werden. Außerdem ist die Initiierung gemeinsamer, internationaler Projekte geplant.

Zu dieser Tagung werden erwartet:

Salesianer Don Boscos,
Don-Bosco-Schwestern,
Volontarie di Don Bosco,
Salesianische Mitarbeiter und
andere interessierte Personen

aus Irland, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Kroatien, Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik.

Die beiden Benediktbeurer Professoren Jacques Schepens und Norbert Wolff kümmern sich um die Vorbereitung. Informationen über die Tagung (die laufend vervollständigt werden) sind im Internet unter folgender Adresse zu finden (mit Möglichkeit zur Online-Anmeldung):

http://www.pth-bb.de/acssa

PTH-Pressestelle / 30. Dezember 2001
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»Leben im Bilderbuch«

So ist ein Internet-Beitrag der Deutschen Welle überschrieben, der über den Studienort Benediktbeuern, die dortigen Hochschulen, die Lebens- und Studienbedingungen informieren möchte.
Was es damit auf sich hat?
Lesen Sie selbst!

http://www.campus-germany.de/german/4.21.3.974.html

PTH-Pressestelle / 23. Dezember 2001
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Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß der PTH im Gange

Erste Zwischenergebnisse im Januar erwartet

Im Studienjahr 2001/2002 findet an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern ein Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß statt. Die von Prof. Dr. Martin Lechner (Bild links) geleitete Steuerungsgruppe ist bereits dreimal zu Arbeitssitzungen zusammengekommen und hat dem Prozeßverlauf wichtige Impulse geben können.

Eine Befragung der Lehrenden, der Studierenden, des Verwaltungspersonals und der Trägervertreter ist mittlerweile abgeschlossen. Die Antworten sollen in der nächsten Zeit ausgewertet werden, so daß schon im Januar 2002 erste Zwischenergebnisse vorliegen werden.

Erfragt wurden die Meinungen zu den neun Bereichen: Identität, Ziele, Zielgruppen, Angebote, Werte, Stärken und Qualitäten, Schwächen, Kooperationspartner, Entwicklungspotentiale.

Damit nicht nur Papier produziert wird, sondern auch konkrete Veränderungen stattfinden, werden sich insgesamt sechs »Qualitätszirkel« mit einzelnen Bereichen der Arbeit der Hochschule befassen (in Klammern der Name des jeweiligen Leiters):

Institutsleitung
(Prof. Dr. Martin Lechner)
Kommunikationsqualität
(Prof. Dr. Markus Vogt)
Verwaltung
(Prof. P. Dr. Karl Bopp)
Lehrqualität
(Prof. Dr. Clemens Schwaiger)
Aufbaukurs Religionspädagogik
(Prof. Dr. Martin Lechner)
Präsentationsqualität
(Prof. P. Dr. Norbert Wolff)

Die Qualitätszirkel, denen Vertreter der Lehrenden, der Studierenden und des Verwaltungspersonals angehören, sollen sich ab Januar 2002 einmal pro Monat treffen.

PTH-Pressestelle / 8. Dezember 2001
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»Mail dem Prof«

Die meisten Lehrenden der PTH Benediktbeuern verfügen mittlerweile über eine eMail-Adresse vom Typ nachname@pth-bb.de. Auf diese Weise soll es (nicht nur) Studierenden erleichtert werden, sich auf elektronischem Wege mit den Professoren und Dozenten in Verbindung zu setzen. Die einzelnen eMail-Adressen sind zu finden unter:

http://www.pth-bb.de/pers/kollegium.htm

PTH-Pressestelle / 22. November 2001
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Online-Anforderung von Informationsmaterial

Informationsmaterial über das Studium an der PTH Benediktbeuern kann jetzt über ein Online-Formular angefordert werden:

http://www.pth-bb.de/info.htm

PTH-Pressestelle / 19. November 2001
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Rektor P. Bopp stellvertretender AGO-Vorsitzender

Am 16./17. November 2001 fand in Frankfurt-St. Georgen die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Ordenshochschulen (AGO) statt (siehe untenstehende Linkliste). Auf dieser Tagung wurde der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Augustin, Prof. P. Dr. Joachim Piepke SVD, zum AGO-Vorsitzenden gewählt. Der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern, Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB (Bild rechts), wurde mit dem Amt des stellvertretenden Vorsitzenden betraut.

Im übrigen gehört der Benediktbeurer Pastoraltheologe Bopp seit 1996 auch der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission VI der Deutschen Bischofskonferenz an.

PTH-Pressestelle / 19. November 2001
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Links zu anderen Ordenshochschulen

Außer der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern sind auch andere deutschsprachige Ordenshochschulen im Internet vertreten. Nachfolgend einige Links:

Jesuiten, Frankfurt, Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen
Jesuiten, München, Hochschule für Philosophie
Kapuziner, Münster, Philosophisch-Theologische Hochschule
Pallottiner, Vallendar, Philosophisch-Theologische Hochschule
Steyler, St. Augustin, Philosophisch-Theologische Hochschule
Steyler, Mödling (Österreich), Theologische Hochschule St. Gabriel

Weitere Informationen zum Studium der Theologie bietet die:

Linksammlung Kirche, Theologie, Hochschulen

PTH-Pressestelle / 18. November 2001
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Zahl der Theologiestudierenden sinkt bundesweit, aber ...

... nicht in Benediktbeuern

Nachdem die Hörerzahlen an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen waren, sind sie im Jahre 2001 wieder gestiegen. Benediktbeuern trotzt damit dem Bundestrend.

Am 17. November 2001 stand in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (und vermutlich auch in anderen Zeitungen) zu lesen, daß sich immer weniger Studierende für ein Theologiestudium interessierten. Dies trifft allerdings nicht auf Benediktbeuern zu.

Gab es hier im Wintersemester 2000/01 insgesamt 245 Hörer, so waren es ein Jahr später 270. Die Zahl der Studierenden im Diplomstudiengang Katholische Theologie stieg von 134 auf 149. Diese Steigerung ist vor allem auf die 35 Neueinschreibungen (für den Diplomstudiengang) zu Beginn des laufenden Studienjahres zurückzuführen.

Für die Attraktivität Benediktbeuerns als Studienort gibt es verschiedene Gründe. Zum einen lockt die Möglichkeit eines Doppelstudiums Katholische Theologie / Soziale Arbeit. Zum anderen zieht die besondere Atmosphäre (Landschaft, Kloster, Überschaubarkeit der Hochschule) zahlreiche Interessenten an.

Informationsmaterial kann per Email beim Sekretariat der Hochschule bestellt werden.

PTH-Pressestelle / 18. November 2001
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Tagung zur salesianischen Geschichte

Europäische Ordenshistoriker und -archivare trafen sich in Madrid

Vom 1. bis zum 4. November 2001 fand in Madrid eine von der salesianischen Geschichtsvereinigung (ACSSA = Associazione Cultori di Storia Salesiana) und vom historischen Institut der Salesianer Don Boscos (ISS = Istituto Storico Salesiano) veranstaltete Tagung zur salesianischen Geschichte statt. Die ACSSA-Vorsitzende Sr. Marifé Núñez FMA (Sevilla) konnte insgesamt 63 Teilnehmende aus 15 europäischen Ländern begrüßen, darunter 44 Salesianer, 16 Don-Bosco-Schwestern und 3 weitere Spezialisten. Die Philosophisch-Theologische Hochschule Benediktbeuern war vertreten durch die Professoren P. Jacques Schepens SDB und P. Norbert Wolff SDB. Aus Österreich war Sr. Maria Maul FMA (Vöcklabruck) angereist.

Gegenstand der Tagung war die »Bewahrung des archivalischen Erbes der Salesianischen Familie«. ISS-Direktor P. Francesco Motto SDB hielt ein einleitendes Referat zum Thema »Eine Politik der Kulturgüter in der Salesianischen Familie«. Der Generalarchivar der Karmeliten, P. Emanuele Boaga, sprach über die »Natur und Typologie der Dokumentation in den Ordensinstituten mit besonderer Berücksichtung der Salesianer«. Prof. Manuel Romero von der Universität Sevilla befaßte sich mit der »Ordnung und Bewahrung der archivalischen Überlieferung«, während José Juan Cebrián (Santiago de Compostela) die »Informatik in den Archiven« behandelte. Abschließend sprach P. Cosimo Semeraro SDB von der römischen Salesianer-Universität über die geplante Erstellung einer CD, die als »Leitfaden für den salesianischen Archivar« dienen soll.

Die Bedeutung der Tagung bestand vor allem darin, daß Ordenshistoriker und -archivare zusammenkamen und ihre Erfahrungen austauschen konnten. Dabei zeigte sich auch, daß es um die Situation der salesianischen Archive in den wirtschaftlich höher entwickelten Ländern nicht zwangsläufig besser steht als anderswo. Aus diesem Grund wurde das von P. Semeraro vorgestellte Projekt einhellig begrüßt.

Im November 2002 möchten die ACSSA-Mitglieder aus Mittel- und Westeuropa im Benediktbeurer Aktionszentrum zusammenkommen, um sich mit den Aufgaben und Perspektiven salesianischer Geschichtsschreibung in ihren Ländern zu befassen. Aufgrund der Erfahrung, daß bei den Salesianern und Don-Bosco-Schwestern nördlich der Alpen die Kenntnis der italienischen Sprache nicht so weit verbreitet ist, soll bei der Benediktbeurer Tagung englisch gesprochen werden. Auf diese Weise hofft man, einen weiteren Personenkreis zur Teilnahme bewegen zu können (etwa auch Geschichtslehrer an salesianischen Gymnasien oder Theologiestudierende).

PTH-Pressestelle / 9. November 2001
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Neubesetzung des moraltheologischen Lehrstuhls

P. Dr. Raimund Luschin SDB (59) ist mit Beginn des Wintersemesters 2001/02 zum Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern ernannt worden. Der in Klagenfurt (Kärnten) geborene Wissenschaftler hatte zunächst eine kaufmännische Ausbildung in seiner Heimatstadt absolviert, bevor er in das Don-Bosco-Gymnasium im niederösterreichischen Unterwaltersdorf eintrat. Seit 1964 gehört er dem Salesianerorden an. Von 1968 an studierte er Katholische Theologie und Sozialpädagogik in Benediktbeuern. Bereits in seiner theologischen Diplomarbeit thematisierte er das Verhältnis von Tiefenpsychologie und Seelsorge.

Nach der Priesterweihe im Juni 1974 wirkte P. Raimund Luschin als Kaplan, Leiter eines Jugendzentrums, Religionslehrer und Studentenseelsorger in der österreichischen Hauptstadt. Von 1981 bis 1989 versah er die Stelle eines Universitätsassistenten am Institut für Moraltheologie der Katholisch-theologischen Fakultät Wien. Im Dezember 1982 wurde er hier mit einer Arbeit über »Das Böse als Schuld bei C. G. Jung und die personale Gewissensbildung« zum Doktor der Theologie promoviert. In weiteren Forschungsarbeiten beschäftigte er sich mit der Bedeutung der personalen Psychotherapie Johanna Herzog-Dürcks für die katholisch-theologische Ethik.

Seit 1989 doziert P. Luschin an der Benediktbeurer Ordenshochschule. Daneben nahm er verschiedentlich auswärtige Referententätigkeiten und Lehraufträge wahr, so von 1990 bis 1994 in der Priesterfortbildung der Diözese St. Pölten, seit 1999 an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München Abteilung Benediktbeuern und im Studienjahr 2000/01 an der Katholisch-theologischen Fakultät Augsburg. Darüber hinaus hilft er seit mehreren Jahren in der Seelsorge des Pfarrverbandes Antdorf/Sindelsdorf sowie in der Pfarrei Obersöchering (Lkr. Weilheim-Schongau) aus.

PTH-Pressestelle / 28. Oktober 2001
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P. Dr. Josef Privoznik wird 75

Pater Dr. Josef Privoznik, langjähriger Philosophiedozent an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern, vollendet am 21. Oktober 2001 sein 75. Lebensjahr.

Geboren wurde der Jubilar 1926 in Vinohrady nordöstlich von Preßburg (Bratislava). Mit gerade 18 Jahren trat er 1944 in das Noviziat der slowakischen Salesianer Don Boscos ein. Auf die erste Ordensprofeß am 4. September 1945 folgten Jahre des pädagogischen Praktikums sowie des Studiums, die allerdings schon von der kirchenfeindlichen Politik der Kommunisten überschattet waren.

Als im Jahre 1950 die tschechoslowakischen Ordensniederlassungen geschlossen und die Ordensleute in Konzentrationslager eingeliefert wurden, gelang Josef Privoznik zusammen mit weiteren Salesianern die Flucht. Daraufhin setzte er seine philosophischen und theologischen Studien in der Heimat Don Boscos, d. h. in Turin fort. Am 1. Juli 1957 zum Priester geweiht, wurde er zunächst in die Norddeutsche Provinz seines Ordens versetzt, um in verschiedenen Häusern als Lehrer der Philosophie zu wirken. In dieser Zeit konnte er auch an seiner Dissertation arbeiten. 1965 wurde er von der Theologischen Fakultät Trier zum Doktor der Theologie promoviert.

Im Anschluß daran unterrichtete er 10 Jahre lang Philosophie in Rom. Seit 1975 wirkt Pater Privoznik in Benediktbeuern als Dozent, der von den Studierenden sehr geschätzt wird, weil er nicht nur Lehrer der Philosophie, sondern auch Philosoph ist, dem es gelingt, Freude am eingeständigen Denken zu vermitteln. Das oberbayerische Kloster Benediktbeuern ist ihm inzwischen zum zweiten Zuhause geworden, und längst besitzt er auch die deutsche Staatsbürgerschaft. An den Sonn- und Feiertagen wirkt er außerdem mit großem Engagement als Seelsorger in Otterfing südlich von München.

Stets war Pater Privoznik der Kontakt zur (tschecho-)slowakischen Kirche – und zwar sowohl zur Untergrundkirche als auch zur offiziellen Kirche – ein Anliegen. In den Jahren vor der Wende sandte er regelmäßig Päckchen mit geistlicher Literatur in seine Heimat. Seitdem die Salesianer Don Boscos dort wieder öffentlich wirken dürfen, nutzt er die Benediktbeurer Semesterferien, um am Ordensstudentat von Sillein (Zilina) die jungen slowakischen Mitbrüder in das philosophische Denken einzuführen.

PTH-Pressestelle / 20. Oktober 2001
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Ehemaliger PTH-Student wird Bischof

P. Dr. Ludwig Schwarz (61), österreichischer Salesianer ist zum Weihbischof von Wien ernannt worden. Von 1961 bis 1964 studierte er Katholische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Benediktbeuern. Hier empfing er 1964 auch die Priesterweihe. Die Bischofsweihe wird am 25. November 2001 in Wien stattfinden.

>> Weitere Informationen >>.

PTH-Pressestelle / 16. Oktober 2001
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BSE und der Umgang mit Tieren

Das Thema »BSE« ist in der Öffentlichkeit zwar nicht mehr so präsent wie vor einigen Wochen, aber dennoch weiterhin von einer großen Wichtigkeit. Zudem stellen sich gerade aus theologischer Sicht einige grundsätzliche Fragen bezüglich des Umgangs mit Tieren. Daher veranstaltet die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Frauenbund Benediktbeuern am Mittwoch, 17. Oktober 2001, um 20.00 Uhr im Barocksaal des Klosters einen Vortragsabend zu diesem Thema. Als Referentin konnte Frau Dr. theol. habil. Hille Haker vom interdisziplinären Ethik-Zentrum der Universität Tübingen gewonnen werden. Der Titel ihres Vortrags lautet: »Vom Umgang mit Tieren. Zu den ethischen Aspekten einer Tierethik angesichts der BSE-Krise«. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

PTH-Pressestelle / 10. Oktober 2001
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Literatur über den Islam

Im Lesesaal »Praktische Theologie« der PTH-Bibliothek werden derzeit Bücher zum Thema »Der Islam in unserer Gesellschaft und der islamische Religionsunterricht« ausgestellt. Auf der Internetseite der Bibliothek ist eine Islam-Auswahlbibliographie abzurufen.

PTH-Pressestelle / 10. Oktober 2001
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Semestereröffnung in Benediktbeuern

Gottesdienst und Einführungswoche

»Mit meinem Gott überspringe ich Mauern.« Unter dieses Psalmwort haben Studierende der beiden Benediktbeurer Hochschulen den Semestereröffnungsgottesdienst gestellt, der am Montag, dem 1. Oktober 2001, um 10.00 Uhr in der Basilika St. Benedikt gefeiert wird. Hauptzelebrant ist PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp; die Predigt hält der neue Hochschulseelsorger P. Claudius Amann. Im Anschluß an die Messe besteht bei einem Empfang in den Räumen der Katholischen Stiftungsfachhochschule die Gelegenheit zu einem zwanglosen Gespräch zwischen Lehrenden und Studierenden.

Während am Dienstag, dem 2. Oktober, für die höheren Semester bereits wieder der Studienalltag beginnt (siehe auch Lehrveranstaltungen), finden für die Studienanfängerinnen und -anfänger bis zum Ende der Woche noch Einführungsveranstaltungen statt, auf denen über die Besonderheiten eines Studiums in Benediktbeuern informiert wird. Unter anderem geht es dabei auch um die zahlreichen Vernetzungsmöglichkeiten des Studiums: Soziale Arbeit und Philosophie, Soziale Arbeit und Theologische Zusatzausbildung, »Doppelstudium« Soziale Arbeit und Theologie (siehe auch: Studienangebot).

PTH-Pressestelle / 27. September 2001
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Studienfahrt der PTH Benediktbeuern nach Südtirol

Leitbildprozeß wurde initiiert

Vom 30. Juli bis zum 1. August 2001 kamen die Professoren und Dozenten der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos im diözesanen Bildungshaus »Lichtenburg« in Nals bei Meran zusammen, um gemeinsame Überlegungen zur Entwicklung eines Leitbildes anzustellen. Begleitet wurden sie dabei durch den Diplom-Theologen und Organisationsberater Helmut A. Höfl (Burghausen/Oberbayern), der hauptberuflich in der Pastoralplanung des Bistums Passau tätig ist.

Bei der Gruppenarbeit (v.l.n.r.): P. Dr. Josef Gregur, Prof. P. Dr. Miguel Rodríguez, Prof. P. Dr. Otto Wahl, P. Dr. Raimund Luschin.

Ziel der Leitbildentwicklung ist es, die Qualitäten der Ordenshochschule weiter auszubauen und ihr Profil zu schärfen. Dabei soll insbesondere dem Umstand Rechnung getragen werden, daß derzeit in Benediktbeuern ein Wandel stattfindet. So gibt es im Professorenkollegium mittlerweile drei Laien, die zum Teil sehr zentrale Fächer vertreten: Martin Lechner (Jugendpastoral), Markus Vogt (Umwelt- und Sozialethik) und Margit Eckholt (Dogmatik). Als Orden, der sich zur Jugend gesandt weiß, legen die Salesianer besonderen Wert auf die Jugendpastoral, für die es in Benediktbeuern einen eigenen Lehrstuhl gibt, aber auch auf die Umweltethik, die sich mit der Bewahrung der Schöpfung – und damit des zukünftigen Lebensraumes für junge Menschen – befaßt.

Im Gespräch (v.l.n.r.): Die Provinziale P. Meinolf von Spee (Köln) und P. Josef Vösl (Wien).

In den kommenden eineinhalb Jahren wird eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Lechner den Prozeß der Leitbildentwicklung weiter vorantreiben. Am Ende soll nicht einfach nur eine neue Broschüre stehen, sondern es sollen sich alle wichtigen Gruppen (Lehrende, Studierende und nichtwissenschaftliches Personal) intensiv mit der Leitbild-Thematik auseinandergesetzt haben, um die Attraktivität der Hochschule zu erhöhen. Diese verfügt mit der Möglichkeit eines Doppelstudiums in Theologie und Sozialer Arbeit (in Kooperation mit der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen, Abteilung Benediktbeuern) übrigens jetzt schon über ein im deutschen Sprachraum einmaliges Angebot.

Die Wissenschaftler nutzten die Gelegenheit, Bekanntschaft mit der Südtiroler Gastfreundschaft und Kultur zu machen. Dazu gehörten die angenehme Arbeitsatmosphäre in der Lichtenburg ebenso wie Schüttelbrot, Speck und Rotwein wie auch verschiedene Besichtigungen in Bozen, Gries, Lana, Meran, Naturns, Müstair (Schweiz) und Marienberg. Prof. P. DDr. Leo Weber, emeritierter Kirchen- und Kunsthistoriker der Ordenshochschule, wies auf die früheren Beziehungen Benediktbeuerns zu Südtirol hin. So habe das Kloster vor der Säkularisation Weinberge in Terlan, Obermais und Riffian besessen. Außerdem stamme der Maler Stephan Kessler, der im 17. Jahrhundert den Benediktbeurer Barocksaal meisterhaft ausgestaltet habe, aus der alten Bischofsstadt Brixen.

PTH-Pressestelle / 3. August 2001
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Diplomfeier am 3. August 2001

Acht Absolventen erhielten ihre Urkunden

»Theologen sollen nahe bei Gott und zugleich nahe bei den Menschen sein.« So sagte Prof. Dr. Karl Bopp SDB, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern, in seiner Predigt. Im Anschluß an den Gottesdienst konnte er dann im Salettl des Klosters Benediktbeuern insgesamt acht Absolventen der Hochschule ihre Diplomzeugnisse überreichen.

Vier der neuen Diplom-Theologen, die Salesianer Jacek Grzymala, Eugen Jurtschenko, Thomas Kemmler und Thomas Lüersmann werden ab Herbst als Diakone in verschiedenen Pfarreien des Ordens arbeiten, um im kommenden Jahr zu Priestern geweiht zu werden. Der Salesianer Andreas Kühne wird weiter in Benediktbeuern studieren, und zwar Sozialpädagogik. Andreas Krehbiel wird in das Priesterseminar der Erzdiözese München und Freising eintreten und ein Seelsorgepraktikum absolvieren. Karin Götz möchte als Pastoralreferentin in der Diözese Augsburg tätig sein. Und Andreas Pehl wird nach der Theologie noch Gesang studieren.

PTH-Pressestelle / 3. August 2001
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Priesterjubiläum im Dreierpack
Feier findet am 7. Juli 2001 statt

Da in Benediktbeuern die Priesterweihen traditionell um den 29. Juni (Peter und Paul) herum stattfinden, können in dieser Zeit auch jeweils die Priesterjubiläen gefeiert werden. Am Samstag, dem 7. Juli 2001, begehen drei verdiente Benediktbeurer Salesianer den 40. Jahrestag ihrer Weihe:

Prof. P. Dr. Anton Bodem (75), emeritierter Professor für Dogmatik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule,
Prof. P. DDr. Leo Weber (72), emeritierter Professor für Kirchen- und Kunstgeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, und
Prof. P. Ottmar Schoch (68), emeritierter Professor für Psychologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule.

Der Festgottesdienst, der in der Hauskapelle des Klosters gefeiert wird, beginnt um 10.30 Uhr.

PTH-Pressestelle / 4. Juli 2001
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Tagung der Religions- und Missionswissenschaftler

Bayernweites Treffen findet am 6./7. Juli 2001 in Benediktbeuern statt

Missions- und Religionswissenschaft stehen nicht gerade im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. »Mission« hat auch bei vielen Christen keinen guten Klang mehr; als theologische Disziplin ist die Missionswissenschaft weitgehend aus der theologischen Ausbildung verschwunden. Die Religionswissenschaft wiederum gilt vielen als »Orchideenfach«, allenfalls für den inneruniversitären akademischen Kreislauf von Interesse.

Dabei wäre im Zeitalter der Globalisierung das Wissen über nichtchristliche Religionen und Kulturen bereits unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung. Und christliche Theologen denken verstärkt über das Verhältnis zwischen dem Christentum und den anderen Religionen nach. Das jüngste päpstliche Schreiben »Dominus Jesus« hat deutlich gemacht, daß hier einiger theologischer Sprengstoff verborgen liegt.

Mit dem Ende des Eurozentrismus ergeben sich neue Aufgaben und Fragestellungen; eine Ökumene der Weltreligionen schwebt vielen als Zielpunkt vor Augen, hat doch schon Prof. Dr. Hans Küng im Rahmen seines »Projektes Weltethos« darauf hingewiesen, daß es keinen Frieden zwischen den Völkern und Nationen ohne Frieden zwischen den Religionen geben könne. Missions- und Religionswissenschaftler arbeiten hier gleichsam von zwei Seiten her (inner- und außertheologisch) aufeinander zu.

Es ist von daher nur zu begrüßen, daß es bereits seit etlichen Jahren ein regelmäßiges interuniversitäres und -fakultäres Treffen bayerischer Missions- und Religionswissenschaftler gibt. In diesem Jahr wird dieses Treffen am Freitag und Samstag, 6./7. Juli, erstmals in Benediktbeuern stattfinden. Es wird von der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos zusammen mit dem »Institut für missionstheologische Grundlagenforschung« (IMG) von MISSIO München unter Leitung von P. Dr. Lothar Bily SDB (Benediktbeuern) und Prof. Dr. Franz Wolfinger (München/Benediktbeuern) durchgeführt. Etwa 50 Professoren, Nachwuchswissenschaftler und Studierende kommen zusammen und tauschen sich in Werkstattberichten über ihre Projekte und Forschungen aus. Der Bogen der Themen spannt sich dabei weit von der Religionsgeschichte (etwa zur »Religionspolitik des Kaisers Julian«) über aktuelle Fragen des Synkretismus (etwa zur Vermengung indianischer und christlicher Mythen in Mittelamerika oder zur afrikanischen Interpretation neutestamentlicher Texte) bis hin zu den Menschenrechten und korankonformen Banksystemen in islamischen Gesellschaften.

Prof. Dr. Gerhard Vonlanthen, Soziologe an der Katholischen Stiftungsfachhochschule in Benediktbeuern, wird die Tagung mit einem Vortrag eröffnen, der die »Vermittlung interkultureller Kompetenz« als Aufgabe der Hochschulausbildung aufzeigen will. Mit dieser Akzentsetzung wird noch einmal unterstrichen, daß sich Missions- und Religionswissenschaftler heute entlang zentraler Themen und Probleme einer plurikulturellen Gesellschaft und einer sich abzeichnenden »Weltökumene der Kulturen« bewegen.

PTH-Pressestelle / 4. Juli 2001
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Festakt mit Antrittsvorlesung und Stiftungsgründung

Im Rahmen eines Festakts, der am Freitag, dem 29. Juni 2001, um 10.30 Uhr im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern beginnt, hält die neuernannte Dogmatikprofessorin der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos, Frau Dr. Margit Eckholt (41), ihre Antrittsvorlesung zum Thema: »Übersetzen – Erinnern – Verzeihen. Denkanstöße Paul Ricœurs für eine Theologie im Pluralismus der Religionen«.

Gleichzeitig wird die unter dem Dach des Don-Bosco-Stiftungszentrums errichtete Don-Bosco-Stiftung Benediktbeuern aus der Taufe gehoben, deren Erträge maßgeblich der Ordenshochschule zugute kommen sollen.

>> Zum Programm >>

PTH-Pressestelle / 20. Juni 2001
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Neuer Lehrstuhlinhaber für Kirchengeschichte

P. Dr. Norbert Wolff SDB (39), seit 1997 Dozent für Kirchengeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern, ist zum Professor ernannt worden und tritt damit die Nachfolge von Prof. P. DDr. Leo Weber SDB (72) an. Am Montag, dem 11. Juni 2001, hält er um 19.30 Uhr im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern seine Antrittsvorlesung zum Thema: Die Salesianer Don Boscos vor 100 Jahren. Die »westdeutsche Option« des Ordens.

Der aus Steinheim/Westfalen stammende Nachwuchswissenschaftler gehört seit 1981 der Norddeutschen Provinz der Salesianer Don Boscos an. Von 1981 bis 1990 studierte er Katholische Theologie und Sozialpädagogik in Benediktbeuern. Nachdem er von 1983 bis 1985 schon praktische Erfahrungen in der offenen Jugendarbeit in Köln-Mülheim gesammelt hatte, wurde er als Neupriester im Jahre 1990 nach Trier-West versetzt, wo er bis 1993 den offenen Bereich des Jugendwerks Don Bosco leitete. Es folgte ein kirchengeschichtliches Promotionsstudium an der Theologischen Fakultät Trier, das er im Wintersemester 1997/98 abschließen konnte. Daneben war P. Wolff als Vicarius cooperator in der Seelsorgeeinheit Trier-West/Pallien tätig.

Im Herbst 1997 – nach Fertigstellung seiner Dissertation über den Allgäuer Aufklärungstheologen Peter Alois Gratz (17691849) – wechselte P. Wolff an die Benediktbeurer Ordenshochschule, wo er nach und nach verschiedene Aufgaben in der Lehre übernahm. Außerdem kümmert er sich seitdem um die Öffentlichkeitsarbeit der PTH. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehört neben der Kirchengeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts auch die Frühgeschichte der deutschen Salesianer Don Boscos.

PTH-Pressestelle / 1. Juni 2001
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Habilitationsrecht für Benediktbeurer Hochschule

An der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern, die bisher das Diplom, das Lizentiat und das Doktorat in Katholischer Theologie verleihen konnte, besteht jetzt auch die Möglichkeit, sich zu habilitieren und somit die Voraussetzung für die Übernahme einer Theologieprofessur an einer wissenschaftlichen Hochschule zu erwerben.

Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte der Bayerische Landtag entschieden, daß die Ordenshochschule ab dem Wintersemester 2000/01 über das Habilitationsrecht verfügen sollte. Was bislang noch fehlte, war eine Habilitationsordnung. Diese ist mit Zustimmung des Bayerischen Wissenschaftsministeriums sowie der römischen Congregatio de Institutione Catholica soeben erlassen worden. Nachdem Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp die Ordnung am Montag, 30. April 2001 bekannt gemacht hat, steht künftigen Habilitationen an der PTH Benediktbeuern nichts mehr im Wege.

>> Studium und Freizeit in Benediktbeuern >>

PTH-Pressestelle / 15. Mai 2001
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Neue Dogmatikerin an der PTH Benediktbeuern

Prof. Dr. Margit Eckholt übernimmt Kothgasser-Lehrstuhl

Im Rahmen der traditionellen Thomas-Akademie der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern am 26. März 2001 erhielt Frau Dr. Margit Eckholt aus den Händen von Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp die Ernennungsurkunde zur Professorin für Dogmatik überreicht. Damit ist nach einer dreieinhalbjährigen Vakanz der durch den Weggang von Prof. P. Dr. Alois Kothgasser freigewordene Lehrstuhl wieder besetzt. Erstmals gibt es nun an der Benediktbeurer Ordenshochschule eine Professorin.

Margit Eckholt, 1960 in Mülheim/Ruhr geboren, wuchs in Ulm auf, wo sie ein katholisches Mädchengymnasium besuchte. Sie studierte Katholische Theologie, Romanistik und Philosophie an der Universität Tübingen. 1992 wurde sie dort aufgrund einer Dissertation über den französischen Philosophen und Theologen Nicolas Malebranche (1638–1715) zur Doktorin der Theologie promoviert. 1986 bis 1993 war Frau Eckholt als Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Peter Hünermann in einem deutsch-lateinamerikanischen Dialogprogramm zur Katholischen Soziallehre tätig, seit 1992 auch in der Funktion der Assistentin des Leiters des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e. V.

1993/94 wirkte Frau Eckholt als Gastdozentin an der theologischen Fakultät der Päpstlichen Universität Santiago de Chile. Nach Deutschland zurückgekehrt, setzte sie ihre Arbeit für das Stipendienwerk fort und widmete sich mit Hilfe eines DFG-Stipendiums und einer Förderung im Rahmen des Margarete-von-Wrangell-Habilitationsprogrammes des Landes Baden-Württemberg ihrer Habilitation, die sie Ende 2000 abschließen konnte. Im Wintersemester 2000/01 war Margit Eckholt Lehrbeauftragte für Dogmatik an der PTH Benediktbeuern.

Die frischgebackene Professorin gehört seit 1995 der Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes an. In ihrer bisherigen Lehr- und Forschungstätigkeit nahm die Rolle der Frau in der Kirche – speziell in Lateinamerika – einen großen Stellenwert ein. Weitere wichtige Themen ihrer wissenschaftlichen Arbeit waren die Befreiungstheologie, die Weltkirche sowie der Zusammenhang von Kultur und Glauben.

Da die Salesianer Don Boscos ein weltweit tätiger Orden sind, wobei in den letzten Jahren Südamerika ein stärkeres Gewicht bekommen hat (der jetzige Generalobere kommt z. B. aus Argentinien), stellt die Berufung von Frau Prof. Dr. Eckholt, die internationale Perspektiven mit in die Hochschule einbringen kann, eine Bereicherung für Benediktbeuern dar.

PTH-Pressestelle / 27. März 2001
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Thomas-Akademie an der PTH Benediktbeuern

Ernennung einer neuen Professorin / Zwei Don-Bosco-Vorträge

Alljährlich im März findet an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern die Thomas-Akademie statt. Zur diesjährigen Veranstaltung am Montag, dem 26. März 2001, fanden etwa 80 Interessierte den Weg in den Barocksaal des Klosters. Insgesamt drei Punkte standen auf der Tagesordnung. Zunächst überreichte Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp der neuen Dogmatikerin Prof. Dr. Margit Eckholt (40) ihre Ernennungsurkunde (s.o.).

Prof. P. Dr. Jacques Schepens hielt das Hauptreferat zum Thema: »Don Bosco – bewundert und umstritten. Bilanz eines Jahrhunderts Don-Bosco-Literatur«. Dabei arbeitete er insbesondere heraus, daß es um 1960 zu einer entscheidenden Wende in der Darstellung des Ordensgründers gekommen sei. Vorher habe man sich in einer »enthusiastischen« Weise an Don Bosco angenähert und sich vor allem für Wunder und legendäre Berichte interessiert. Nachher sei es stärker zur Anwendung der historisch-kritischen Methode gekommen – mit dem Effekt, daß der Turiner Erzieher nun menschlicher und glaubwürdiger erscheine. Schepens wies darauf hin, daß der 100. Todestag Don Boscos im Jahre 1988 der Forschung noch einmal großen Auftrieb gegeben habe.

Die Referenten des Abends:
Prof. P. Dr. Jacques Schepens (l.), Dr. Karl Pichler (r.)

Anschließend stellte der Kirchenhistoriker Dr. Karl Pichler das von ihm übersetzte, vor einigen Monaten erschienene Buch des italienischen Salesianers Pietro Stella vor, bei dem es sich wohl um das wichtigste deutschsprachige Werk zur Person Don Boscos handeln dürfte. Ausgehend von der Tatsache, daß Don Bosco in Benediktbeuern nicht ganz unbekannt ist, befaßte Pichler sich in erster Linie mit den Problemen, die einem Übersetzer das Leben schwer (und interessant) machen. Er betonte sehr stark, daß der zeitgeschichtliche Kontext nicht vernachlässigt werden dürfe, weil sonst die wirkliche Bedeutung des Jugendapostels verborgen bleibe. Dabei brachte er einige Details ans Tageslicht, die auch vielen der anwesenden Salesianer bisher unbekannt waren.

PTH-Pressestelle / 27. März 2001
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Don Bosco steht im Mittelpunkt

Thomas-Akademie der PTH Benediktbeuern

Um den Pädagogen und Ordensgründer Giovanni Bosco (1815–1888) geht es bei der diesjährigen Thomas-Akademie der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern, die am Montag, 26. März 2001, um 19.30 Uhr im Barocksaal des Klosters stattfindet. Hauptredner ist der aus Flandern stammende Religionspädagoge Prof. P. Dr. Jacques Schepens SDB, ein ausgewiesener Kenner vor allem auch des einschlägigen italienischen und französischen Schrifttums. Sein Referat steht unter dem Thema: »Don Bosco – bewundert und umstritten. Bilanz eines Jahrhunderts Don-Bosco-Literatur«. Im Anschluß an diesen Vortrag stellt der Kirchenhistoriker Dr. Karl Pichler die von ihm übersetzte, vor wenigen Monaten auf Deutsch erschienene Don-Bosco-Biographie des italienischen Salesianers Pietro Stella vor.

PTH-Pressestelle / 22. März 2001
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»Netzwerk Theologie und Hochschuldidaktik«

Nachwuchwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler tagten in Benediktbeuern

Im Anschluß an die hochschuldidaktische Weiterbildung, die in Trägerschaft des Katholisch-Theologischen Fakultätentags und der Deutschen Bischofskonferenz im Wintersemester 1999/2000 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern durchgeführt wurde, konstituierte sich ein »Netzwerk Theologie und Hochschuldidaktik«, das vom 15. bis zum 18. März 2001 am selben Ort seine erste Fachtagung abhielt.

Insgesamt 10 Angehörige des akademischen Mittelbaus aus katholisch-theologischen Fakultäten und Instituten in ganz Deutschland – von Köln bis Benediktbeuern und von Tübingen bis Erfurt – gingen drei Tage lang den Problemen nach, die sich Ihnen im Zusammenhang mit der Vermittlung theologischen Fachwissens an zukünftige Diplom-Theologen und Religionslehrer stellten. Allen Tagungsteilnehmern war bewußt, daß die Fragestellung: »Wie bringe ich den Lernstoff am besten 'rüber?« zu kurz greift, da sie zwar die Inhalte des Theologiestudiums, nicht jedoch dessen Ziele berücksichtigt.

Deutlich wurde dies insbesondere in einer Tagungseinheit, die dem Thema »Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen« gewidmet war. Es bestand Einigkeit darüber, daß akademische Prüfungen nicht einfach nur der Wissensabfrage zu dienen hätten, sondern daß es auch darum gehen müsse, festzustellen, ob die Studierenden Zusammenhänge verstehen, Gelerntes in anderen Kontexten anwenden und sich selbst ein kritisches Urteil bilden können. Dies ziehe natürlich Konsequenzen hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Lehre nach sich.

Weitere Tagungsthemen waren die gemeinsame, interdisziplinäre Planung, Durchführung und Auswertung von Lehrveranstaltungen (»team teaching«), die Arbeit mit Texten, die Visualisierung von Inhalten durch computergestützte Methoden und die Evaluation. Daneben fanden Simulationen von Vorlesungen und Prüfungen statt, die zum Teil mit Hilfe von Video-Feedback ausgewertet wurden.

Eine zweite Fachtagung des »Netzwerks Theologie und Hochschuldidaktik« soll im Februar bzw. März 2002 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Pallottiner in Vallendar bei Koblenz stattfinden. Das Vorbereitungsteam für diese Veranstaltung bilden die Religionspädagogin Dr. Monika Scheidler, der Dogmatiker Dr. Bernhard Nitsche (beide Universität Tübingen) und die Neutestamentlerin Sr. Dr. Margareta Gruber (PTH Vallendar).

2003 möchte man sich dann wieder in Benediktbeuern treffen, denn nicht nur die salesianische Hochschule, sondern auch die Jugendbildungsstätte Aktionszentrum, die den jungen Wissenschaftlern Unterkunft und Verpflegung bot, hat einen positiven Eindruck hinterlassen.

PTH-Pressestelle / 21. März 2001
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Wissenschaftlicher Jahresbericht der PTH erschienen

Insgesamt 80 Seiten umfaßt der wissenschaftliche Jahresbericht der PTH Benediktbeuern, der soeben die Druckpresse verlassen hat. Neben Angaben über wichtige Ereignisse und Entwicklungen in den Jahren 1999 und 2000 enthält er auch ein Verzeichnis der Veröffentlichungen der Dozierenden für die Jahre 1995 bis 2000.

Bibliographische Angaben
Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern – Theologische Fakultät, Jahresbericht 1999/2000. Mit Bibliographie 1995–2000, Benediktbeuern 2001.

PTH-Pressestelle / 7. März 2001
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Benediktbeurer Ehemaligentreffen am 26./27. Mai 2001

Am 26./27. Mai 2001 findet im Kloster Benediktbeuern ein Ehemaligentreffen statt, zu dem die früheren Studierenden, Schüler, MitarbeiterInnen, PraktikantInnen, Zivildienstleistenden, FSJlerInnen und ÖSJlerInnen der einzelnen Einrichtungen eingeladen sind.

PTH-Pressestelle / 6. März 2001
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Prof. P. Dr. Adolf Heimler SDB verstorben

Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern trauert um Prof. P. Dr. Adolf Heimler SDB (72). Der am 10. Februar 1929 in Lammerthal (Lkr. Amberg-Sulzbach) geborene Theologe, Philosoph und Psychotherapeut starb am 1. März 2001 in Ingolstadt. Requiem und Beerdigung finden am 3. März 2001 in Benediktbeuern statt.

Seit 1950 gehörte P. Heimler dem Orden der Salesianer Don Boscos an. 1958 zum Priester geweiht, wurde er 1961 von der Universität Würzburg aufgrund einer Arbeit über Thomas von Aquin zum Doktor der Philosophie promoviert. Es folgte eine Tätigkeit als Dozent an der PTH Benediktbeuern. Daneben absolvierte er eine psychotherapeutische Ausbildung, die er 1965 abschließen konnte.

Von 1971 bis 1996 war er Professor für Tiefenpsychologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München Abteilung Benediktbeuern. Lange Jahre wirkte er auch an der Benediktbeurer Erziehungsberatungstelle. Darüber hinaus war er ein gesuchter Exerzitienprediger und Geistlicher Begleiter.

Zahlreiche Veröffentlichungen zeugen davon, daß es P. Heimler ein Anliegen war, eine Brücke zwischen Seelsorge und Psychotherapie zu schlagen:

Die Bedeutung der Intentionalität im Bereich des Seins nach Thomas von Aquin. Versuch einer Synthese (= Forschungen zur neueren Philosophie und ihrer Geschichte NF 14), Würzburg (Triltsch) 1962.
Reifung und Geschlecht. Fragen der geschlechtlichen Erziehung im Lichte personaler Psychotherapie, München (Don Bosco) 1966.
Selbsterfahrung und Glaube. Gruppendynamik, Tiefenpsychologie und Meditation als Wege zur religiösen Praxis, München (Pfeiffer) 1976.
Die Rose finden, Neurosen überwinden. Eine integrative Neurosenlehre, München (Don Bosco) 1997.

Wenige Monate vor seinem Tod legte P. Heimler für die Reihe der Benediktbeurer Hochschulschriften ein Manuskript vor, das gewissermaßen sein geistliches und wissenschaftliches Testament darstellt und in dem er seine Erfahrungen als Psychotherapeut und Priester erneut mit den Augen des Philosophen betrachtet.

PTH Benediktbeuern / 2. März 2001

Studieren an nichtstaatlichen Hochschulen

Informationssendung im Bildungskanal BR-alpha

Mit dem Studium an nichtstaatlichen Hochschulen befaßt sich Folge 154 der Reihe »Alpha-Job«, die im Fernsehprogramm BR-alpha ausgestrahlt wird. Die Sendetermine sind:

Montag, 26. Februar 2001, 21.00 Uhr (Rosenmontag),
Dienstag, 27. Februar 2001, 23.30 Uhr (Fastnachtsdienstag),
Mittwoch, 28. Februar 2001, 07.15 Uhr (Aschermittwoch).

Unter anderem werden auch die Studienmöglichkeiten an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern vorgestellt. Neben Vertretern anderer Einrichtungen (z. B. der Universität Witten-Herdecke und der Katholischen Universität Eichstätt) informieren ein Dozent und ein Student der PTH über das Profil ihrer Hochschule sowie über die beruflichen Chancen der Absolventen. Dabei kommt insbesondere das »Benediktbeurer Studienmodell« (Doppelstudium Katholische Theologie – Soziale Arbeit) zur Sprache.

>> Weitere Informationen zum Thema: Studium und Freizeit in Benediktbeuern. >>

PTH-Pressestelle / 13. Februar 2001
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»Arbeitskreis Ordensgeschichte 19./20. Jahrhundert«

Wissenschaftliche Tagung mit Benediktbeurer Beteiligung

Vom 9. bis zum 11. Februar 2001 fand im Haus Moriah in Simmern/Westerwald die erste wissenschaftliche Fachtagung des »Arbeitskreises Ordensgeschichte 19./20. Jahrhundert« statt. Die Initiatoren dieses Treffens, Dr. Gisela Fleckenstein (Detmold), Dr. Antonia Leugers (München) und Prof. P. Dr. Joachim Schmiedl (Vallendar), konnten rund 30 Teilnehmer – Ordensleute und Laien aus ganz Deutschland sowie aus Belgien, Österreich und der Schweiz – begrüßen. Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern wurde vertreten durch die Kirchenhistoriker Prof. P. DDr. Leo Weber und P. Dr. Norbert Wolff.

Die einzelnen Vorträge behandelten insgesamt fünf Themenbereiche: 1. Weiterbestehen oder Wiedererrichtung alter Orden, 2. Priesterkongregationen, 3. Frauenkongregationen, 4. Charismen im Wandel, 5. Forschungsrelevante Institutionen und Arbeitsmittel. Im Anschluß an die Referate bekamen die Tagungsteilnehmer Gelegenheit, ihre eigenen Forschungsergebnisse einzubringen, wobei ein besonderes Gewicht auf die methodischen Aspekte gelegt werden sollte.

Unter den Hauptreferenten befand sich P. Leo Weber, der zum Thema: »Der wirtschaftlich-soziale und gesellschaftliche Aspekt der geistlichen Berufsentscheidung im frühen 20. Jahrhundert« sprach. Er betonte, daß die von ihm untersuchten Kongregationen ihren Nachwuchs vor allem aus den kinderreichen Familien des ländlichen Raums bezogen hätten. Anhand der geographischen Herkunft der Salesianernovizen in den 30er Jahren konnte er nachweisen, daß die ärmeren Gegenden Bayerns gegenüber den reicheren deutlich überrepräsentiert waren.

Als äußerst fruchtbar erwies sich für die Tagungsteilnehmer nicht zuletzt der informelle Austausch außerhalb der Arbeitssitzungen. Hier wurde unter anderem über mögliche Kooperationen – etwa in der Archivbenutzung oder in der Vernetzung von Forschungsprojekten – gesprochen. Im übrigen ist geplant, mit Hilfe von Internet und Email in Kontakt zu bleiben und relevante Informationen auch anderen Interessierten zukommen zu lassen.

Einigkeit bestand darüber, daß diese erste Tagung unbedingt eine Fortsetzung erfahren müsse. Vom 1. bis zum 3. Februar 2001 möchte der Arbeitskreis an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Pallottiner in Vallendar bei Koblenz zusammentreffen, um sich weiteren Themen der Ordensgeschichte, z. B. der Säkularisation von 1803, dem Kulturkampf, der Situation geistlicher Gemeinschaften unter der nationalsozialistischen Herrschaft, zu widmen.

PTH-Pressestelle / 12. Februar 2001
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Katholisch-theologischer Fakultätentag in Vallendar

Benediktbeurer Hochschule beteiligt

Jeweils Ende Januar kommen die Vertreter der katholisch-theologischen Hochschuleinrichtungen Deutschlands zusammen, um über aktuelle Entwicklungen sowie über die Herausforderungen, vor die sich die Theologie durch geänderte gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen gestellt sieht, zu beraten. Der diesjährige »Fakultätentag« fand vom 28. bis zum 30. Januar 2001 in Vallendar bei Koblenz statt. Von der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern nahmen Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp und P. Dr. Norbert Wolff teil.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die Religionslehrerausbildung ein. Angesichts der Bestrebungen mancher Bundesländer, in diesem Bereich finanzielle und personelle Kürzungen vorzunehmen, vertraten die rund 70 Tagungsteilnehmer die einhellige Auffassung, daß die Wissenschaftlichkeit des Studiums gewahrt bleiben müsse. Weitere Themen waren die Einführung neuer Studiengänge (Bachelor, Master) und die theologischen Anteile in der Ethiklehrerausbildung.

Ebenfalls zur Sprache kam die Hochschuldidaktische Weiterbildung in gemeinsamer Trägerschaft des Fakultätentages und der Deutschen Bischofskonferenz, die im Wintersemester 1999/2000 in Benediktbeuern durchgeführt wurde. Für das kommende Wintersemester ist eine Neuauflage geplant. Im September 2001 und im März 2002 werden wiederum theologische Nachwuchskräfte aus ganz Deutschland für einige Tage an die salesianische Ordenshochschule kommen, um sich hier unter der Anleitung zweier erfahrener Praktiker mit Fragen der Hochschullehre auseinanderzusetzen.

Zum nächsten Fakultätentag im Januar 2002 werden die Benediktbeurer Dozenten übrigens eine kürzere Anreise haben. Er soll – unter Federführung der katholisch-theologischen Fakultät der Universität München – in Freising stattfinden.

Die beim Fakultätentag anwesenden Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Studierende der Katholischen Theologie in Deutschland stellten ein soeben erschienenes Büchlein vor, da sich mit den beruflichen Chancen von Absolventinnen und Absolventen eines Theologiestudiums befaßt. Die bibliographischen Daten der im Buchhandel erhältlichen Schrift:

Axel Bohmeyer/Stephan Weber/Diana S. Freyer (Hg.), Berufsfelder für Theologinnen und Theologen. Eine Informationsbroschüre der AGT (= Theologie Beiheft 1), Münster Hamburg London (LIT) 2000.

PTH-Pressestelle / 1. Februar 2001
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Don-Bosco-Stiftungszentrum gegründet

Im Rahmen des Don-Bosco-Festes 2001 im Kloster Benediktbeuern fand der Festakt zur Gründung des Don-Bosco-Stiftungszentrums statt. Aus den Erträgen der Stiftung(en) sollen vor allem Projekte zugunsten benachteiligter Jugendlicher, aber auch die PTH Benediktbeuern gefördert werden.                   >> weiter >>

Im Barocksaal des Klosters, v.l.n.r.: Bischof Dr. Walter Mixa (Eichstätt), Provinzial P. Herbert Bihlmayer (München), Regierungspräsident Werner-Hans Böhm (München), PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp (Benediktbeuern), Stiftungs-Geschäftsführer Philipp Hof (München)

PTH-Pressestelle / 1. Februar 2001
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Don-Bosco-Fest 2001 mit Bischof Mixa
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PTH-Pressestelle / 25. Januar 2001
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Neues zur Frühgeschichte der deutschen Salesianer

Zwei Beiträge von P. Dr. Norbert Wolff SDB

Bisher galt es als ausgemacht, daß die Salesianer Don Boscos auf dem Weg über Österreich nach Deutschland gelangten und 1916 in Würzburg die erste deutsche Niederlassung errichteten. Zwei soeben veröffentlichte Beiträge des an der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Benediktbeuern tätigen Kirchengeschichtsdozenten P. Dr. Norbert Wolff SDB (38) lassen diese Auffassung zumindest in einem neuen Licht erscheinen.

In einem französischsprachigen Aufsatz, der in der Zeitschrift Ricerche Storiche Salesiane (37, 2000, S. 345–369) abgedruckt worden ist, hat Wolff sich mit der Person des aus Lothringen stammenden späteren Missionsbischofs Eugène Méderlet SDB (1867–1934) befaßt. Dieser fungierte von 1897 bis 1904 als Direktor des Salesianerhauses im schweizerischen Muri/Aargau und bemühte sich intensiv um die Gründung einer Niederlassung in seiner – damals zum Deutschen Reich gehörigen – Heimat. Tatsächlich erteilte das Ministerium für Elsaß-Lothringen im Februar 1904 die Aufenthaltsgenehmigung für drei Salesianer, die in Sierck als Italienerseelsorger wirken sollten.

Der von Wolff verfaßte Band 15 der Benediktbeurer Hochschulschriften, unter dem Titel Viele Wege führen nach Deutschland. Überlegungen zur salesianischen Geschichte der Jahre 1883–1921 vor wenigen Tagen im Don-Bosco-Verlag erschienen, knüpft hier an und ordnet die Existenz der von 1904 bis 1905 in Sierck sowie von 1905 bis 1919 in Diedenhofen (Thionville) bestehenden Niederlassung in den Zusammenhang einer »westdeutschen Option« der Salesianer Don Boscos ein.

Anhand bisher unbekannter Dokumente aus deutschen, österreichischen, französischen und italienischen Archiven weist der Autor nach, daß von seiten der Turiner Ordensleitung zunächst daran gedacht war, die Arbeit mit italienischen Migranten im Norden Lothringens als Sprungbrett für die salesianische Präsenz im übrigen Deutschland zu nutzen. Letztlich, so Wolff, habe dann allerdings der Erste Weltkrieg dazu geführt, daß sich das deutsche Don-Bosco-Werk in enger Anlehnung an die seit 1903 in Österreich aufgebauten Strukturen entfaltet habe.

Wie der junge Wissenschaftler betont, basieren seine Forschungen zu einem guten Teil auf Vorarbeiten, die in Benediktbeuern geleistet worden seien. So habe der 1997 verstorbene frühere PTH-Rektor Prof. P. Dr. Georg Söll SDB mit seiner 1989 erschienenen Geschichte der Salesianer Don Boscos im deutschen Sprachraum ein wichtiges und materialreiches Werk verfaßt, dessen Lektüre überaus lohnenswert sei. Außerdem habe der derzeitige Vizepräsident der KSFH, Prof. P. Dr. Franz Schmid SDB, mit einem Aufsatz über das Ordenshaus in Muri (Ricerche Storiche Salesiane 33, 1998, S. 269–334) dazu beigetragen, den Blick der salesianischen Geschichtsschreibung verstärkt auf die (süd-)westlichen Nachbarländer Deutschlands zu lenken.

PTH-Pressestelle / 19. Januar 2001
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