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Konkret bedeutet
die Modularisierung, daß einzelne, inhaltlich aufeinander
bezogene Lehrveranstaltungen zu didaktischen Einheiten von sechs
bis zehn Semesterwochenstunden zusammengefaßt werden, die
sich über ein bis zwei Semester erstrecken. Es wird zwei Arten von
Modulen geben: Fachmodule, an denen ein einzelnes theologisches
Fach bzw. eine Fächergruppe beteiligt ist, und Themenmodule, an
denen mehrere theologische Fächer beteiligt sind. Nach bestandener
Modulprüfung erhalten die Studierenden Leistungspunkte (»Credits«),
mit denen zugleich der benötigte Arbeitsaufwand (»Workload«)
bescheinigt wird.
Im ersten Jahr des neugeordneten
Studiengangs soll eine theologische Grundlegung erfolgen. Daher
werden in dieser Phase nur Fachmodule angeboten, und zwar – im Gegensatz
zur bisherigen Praxis – aus allen Bereichen der Theologie: biblische,
historische, systematische und praktische Theologie sowie Philosophie.
Im zweiten und dritten Jahr steht die interdisziplinäre Arbeit an
bestimmten Themen im Vordergrund. Zum Themenmodul »Christliches
Handeln in der Verantwortung für die Welt« leisten beispielsweise
die Fächer Moraltheologie, Sozialethik, Kirchenrecht und Philosophie
ihren Beitrag. Darüber hinaus wird es bereits in dieser Phase ein
Modul »Schwerpunktstudium/Berufsorientierung« geben.
Im vierten und fünften Studienjahr soll eine Vertiefung in den einzelnen
Fächern bzw. Fächergruppen stattfinden.
Die Abschlußprüfung nach
zehn Semestern bleibt erhalten. Der zu verleihende akademische Grad wird allerdings nicht mehr »Diplom-Theologe«, sondern »Magister der Theologie« heißen. Hinsichtlich der Stundenzahlen der einzelnen theologischen
Fächer gelten die Bestimmungen der »Rahmenordnung für die
Priesterbildung«. Zudem orientiert die PTH sich an den im
letzten Jahr von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossenen »Kirchlichen
Anforderungen an die Modularisierung des Studiums der Katholischen
Theologie«, die bereits vom Heiligen Stuhl ad experimentum
approbiert worden sind.
Auf die PTH-Professoren – und ebenso
auf die Studierenden, die sich an den Beratungen zur Umsetzung des
Bologna-Prozesses beteiligen – kommen einige Hausaufgaben zu. Das sogenannte »Modulhandbuch« ist weitgehend fertiggestellt..
Darin finden sich konkrete Beschreibungen der Modulziele und -inhalte,
der Lehrveranstaltungen sowie der abzulegenden Prüfungen. Im Verlauf
des Sommersemesters 2009 soll eine Prüfungsordnung
hinzukommen.
Von der Modularisierung
und der damit einhergehenden interdisziplinären Ausrichtung des
Studiums verspricht man sich, daß die Einheit der Theologie
wieder stärker in den Blick genommen wird. Ohnehin kommt es in der
beruflichen Praxis der zukünftigen Diplom-Theologen – egal, ob es
sich um Priester, Pastoralreferenten, Religionslehrer oder Angehörige
anderer Berufe handelt – auf fächerübergreifendes Denken und Arbeiten
an. Die Schwerpunktsetzung der PTH Benediktbeuern in den Bereichen
Jugendpastoral und Christliche Umweltethik soll durch die Modularisierung
ausgebaut werden.
Auch in Zukunft wird es ein »Benediktbeurer
Doppelstudium« der Katholischen Theologie und der Sozialen
Arbeit geben. Die mit der PTH kooperierende Katholische
Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen hat ihren Diplomstudiengang
Soziale Arbeit schon zum Wintersemester 2006/07 modularisiert. Nach
sieben Semestern kann der sozialpädagogische Bachelor-Grad erworben
werden. Doppelstudierende können – aufgrund der gegenseitigen Anrechenbarkeit
bestimmter Lehrveranstaltungen – schon nach weiteren sieben Semestern
ihr theologisches Diplom in Händen halten.
Norbert Wolff / PTH-Pressestelle / 10. Dezember 2008
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