Er trat in die österreichische Ordensprovinz der Salesianer Don Boscos ein und schloß das Noviziatsjahr am 16. August 1951 mit den ersten Gelübden ab. Nach dem Theologiestudium in Turin und Rom empfing er am 11. Februar 1960 die Priesterweihe. Pater Wansch spezialisierte sich im Studienfach der Philosophie und erwarb die akademischen Grade eines Lizentiaten der Theologie und eines Doktors der Philosophie. Im Jahre 1966 sandten seine Obern ihn an die Benediktbeurer Ordenshochschule, die damals noch fast ausschließlich der Ausbildung des salesianischen Nachwuchses diente.
Mit der 1971 erfolgten Überführung der Benediktbeurer Höheren Fachschule für Sozialpädagogik in die Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts »Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern« – als Abteilung Benediktbeuern der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (KSFH) – erwuchsen dem Jubilar neue Aufgaben. Von 1972 bis 1977 sowie von 1984 bis 1988 wirkte er als Vizepräsident und Benediktbeurer Abteilungsleiter der Fachhochschule. Mehrere Generationen von angehenden Sozialpädagogen und Theologen wurden von ihm in das philosophische Denken eingeführt. Die Studierenden schätzten ihn »als einen sehr verläßlichen Dozenten, bei dem man wußte wie man dran war«, so ein ehemaliger Hörer.
Die Emeritierung im Jahre 1996 bedeutete für Pater Wansch noch keineswegs den Ruhestand. Bis 2004 leitete er an der Benediktbeurer PTH das Institut für Salesianische Spiritualität. Zu seinen Hauptaufgaben gehörte es nun, Texte aus dem Italienischen zu übersetzen, um damit die Person und das Werk des Ordensgründers Don Bosco (1815–1888) im deutschen Sprachraum besser bekannt zu machen. Bis vor einigen Jahren übernahm er außerdem noch regelmäßig Gottesdienstaushilfen in Benediktbeuern und Umgebung. Pater Wansch hat im Laufe seines Lebens seine vielfältigen Begabungen in bescheidener Weise in den Dienst der Gemeinschaft gestellt. Auch an seinem 80. Geburtstag möchte er nicht allzu sehr im Vordergrund stehen: Bei der Feier der Hl. Messe wird er nicht Hauptzelebrant, sondern einer von mehreren Konzelebranten sein.
Norbert Wolff / PTH-Pressestelle / 17. September 2008
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