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Bei der Stadtführung durch Dr. Karl Pörnbacher standen auch die Stadtpfarrkirche St. Martin, in der die heilige Crescentia von Kaufbeuren getauft wurde, und die spätgotische Kirche St. Blasius auf dem Programm. Anschließend ging es zum Crescentia-Kloster im Stadtzentrum. Auf Grund persönlicher Beziehungen und der äußerst fachkundigen Führung durch Herrn Pörnbacher, den Vize-Postulator der Heiligsprechung von Crescentia im Jahr 2001, erhielten die Exkursionsteilnehmer die einzigartige Gelegenheit, den Klausurbereich und damit Orte zu besichtigen, die normalerweise für Besucher nicht zugänglich sind: die Zelle der hl. Crescentia und den von ihr gestalteten Kreuzweg.
»Mein Lieben ist Leiden, mein Leiden ist Lieben«, so ein zentraler Satz von Crescentia (1682–1744). Die Heilige war bereits zu Lebzeiten als starke, lebenskluge Frau bekannt, so daß viele Menschen bei ihr Rat suchten – und fanden, wie der Satz in der heutigen Gedenkstätte bezeugt: »Und alle gingen getröstet von ihr.« Darüber hinaus stand Crescentia aber auch in intensivem Briefkontakt mit zahlreichen großen Persönlichkeiten ihrer Zeit.
Nach interessanten Begegnungen und Gesprächen mit Ordensfrauen des Klosters, den Franziskanerinnen vom Crescentiakloster, wurde in der Klosterkirche gemeinsam die Vesper, das Stundengebet der Kirche, gebetet. Gestärkt vom Abendessen in der geschichtsträchtigen Stadt ging es schließlich wieder zurück nach Benediktbeuern. »Es war wirklich toll, diese bayerische Heilige und ihre Heimat Kaufbeuren kennenzulernen, ganz besonders wegen der Führung durch den ‚Crescentia-Experten’«, so Praise Anthony, Theologie-Student aus Indien.
An der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos sind derzeit 16 ausländische Studierende aus den verschiedensten Ländern mit unterschiedlichen Zielen – vom Diplom bis zur Promotion – eingeschrieben. Damit sie auch die deutsche Kultur und Geschichte besser kennen lernen, finden immer wieder vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderte Exkursionen statt.
Barbara Waldmann / PTH-Pressestelle / 16. Juni 2008
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