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In seiner Begrüßungsansprache skizzierte PTH-Rektor Prof. P. Dr. Lothar Bily SDB den Lebensweg des Wissenschaftlers. 1942 geboren, trat dieser nach dem Abitur in die Flämische Provinz der Salesianer Don Boscos ein und legte 1962 die ersten Ordensgelübde ab. Nach einem Studium der Katholischen Theologie und der Pädagogik wurde er 1974 zum Priester geweiht. Es folgten erste Lehraufträge in Benediktbeuern. 1986 promovierte P. Schepens zum Doktor der Theologie, und 1991 erhielt er einen Lehrstuhl in Benediktbeuern. Daneben wirkte er an der Katholischen Universität in Löwen und an der Päpstlichen Salesianeruniversität in Rom. Aus gesundheitlichen Gründen mußte er im Sommersemester 2007 seine Lehrtätigkeit einstellen.
Prof. Dr. Martin Lechner, Benediktbeurer Jugendpastoraltheologe, würdigte Schepens‘ Wirken als Religionspädagoge und Katechetiker. Dem scheidenden Professor sei es »weniger um Instruktion, als vielmehr um Kommunikation« gegangen. P. Schepens habe sehr früh begriffen, daß es nicht mehr möglich sei, einfach nur von oben herab »ewige Wahrheiten« zu vermitteln. Es sei notwendig, sich dem Dialog – auch mit den Humanwissenschaften – zu stellen und authentisch – mit seiner ganzen Person – die Botschaft zu verkünden. P. Schepens habe dies durch seine sympathische und aufmerksame Art in überzeugender Weise tun können.
Prof. P. Dr. Franz Schmid SDB, Pädagoge und Vizepräsident der Benediktbeurer Abteilung der Katholischen Stiftungsfachhochschule, ging auf Schepens‘ Beitrag zur Don-Bosco-Forschung ein. Schon in einer frühen Publikation in den 1970er Jahren habe er die Frage gestellt, wie heutzutage noch Erziehung im Geiste Don Boscos gelingen könne. Dabei habe Schepens nicht in erster Linie das Ziel einer Entmythologisierung des Ordensgründers verfolgt, sondern habe versucht, sich an den wirklichen Don Bosco in seiner Bedeutung für heute anzunähern. In diesem Zusammenhang habe auch die Spiritualität eine wichtige Rolle gespielt. »Durch deine Lehr- und Publikationstätigkeit bist du ein Botschafter Don Boscos geworden«, so Schmid.
Auch Salesianerprovinzial P. Josef Grünner hatte es sich nicht nehmen lassen, aus München zur Verabschiedungsfeier zu kommen, seinem früheren Lehrer herzlich für dessen Engagement zu danken und ihm für die Zukunft Gottes Segen zu wünschen. Jacques Schepens sagte in seiner Dankesrede, daß er gern in Benediktbeuern gelehrt habe und daß gerade auch der Kontakt zu den Studierenden sehr anregend gewesen sei. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Studenten Barbara Waldmann (Querflöte) und Lothar Haag (Klavier), die Stücke von Carl Philipp Emanuel Bach und Leonardo Vinci spielten. Den Abschluß des Festaktes bildete die feierliche Vesper in der Hauskapelle des Klosters.
Norbert Wolff / PTH-Pressestelle / 10. Juni 2008
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