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Prof. Pater Dr. Lothar Bily SDB (re.), Rektor der gastgebenden PTH Benediktbeuern, begrüßte die Referentin sowie die rund 25 Zuhörer und eröffnete damit die Veranstaltung.
Frau Dr. Keul begann ihren Vortrag mit der Feststellung, daß die vorherrschende Trennung zwischen der wissenschaftlich-rationalen Theologie und der erfahrungsbezogenen Mystik ein Problem für die Sprachfähigkeit bei der Gottesfrage darstellt. Dabei sei der Beitrag der Mystik bspw. einer Mechthild von Magdeburg bei der Bewältigung dieser Trennung hilfreich: »Ihre Mystik ist verschwiegene Gottesrede«, so Keul. Die Gottesfrage setze bei der Sprachlosigkeit von Menschen in bedrängenden Lebensfragen an. Denn Orte des Verstummens sind Orte, wo neue Sprache entsteht. Wo Sprachlosigkeit herrscht, wird die Gottesfrage beantwortet. Daher sei es Aufgabe eines jeden Menschen loszulassen und sich dieser Sprachlosigkeit zu stellen. Mystik ist also immer in der Zerbrechlichkeit des Lebens verortet und hat die Aufgabe, die Präsenz Gottes in der Not des Lebens zu sehen. Auch der Mystik versagt die Sprache, aber wo das der Fall ist, bringt sie Gottes Wort zur Sprache. Die Referentin schloß ihren Vortrag mit der bedenkenswerten Aussage: »In der Sprachlosigkeit von Menschen gilt es, das schweigsame Wort Gottes zu hören.« Anschließend nutzten die Zuhörer die Gelegenheit, Keul Fragen zu stellen.
Barbara Waldmann / PTH-Pressestelle / 18. April 2008
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