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Caritas legt Wert auf Profil bei Sozialarbeit und Pflege
»Herzensbildung«: Ein Begriff macht Karriere

»Herzensbildung«, ein Begriff aus der Enzyklika »Deus caritas est« von Papst Benedikt XVI., wird immer mehr zu einem zentralen Thema der Caritas in Bayern.

Theologen in der Caritas


 

Das stellte Landes-Caritasdirektor Prälat Karl-Heinz Zerrle bei der 6. Werkstatt der Theologinnen und Theologen der Caritas in Bayern fest, die vom 24. bis zum 26. Februar 2008 im Kloster Benediktbeuern stattfand. »In den letzten beiden Jahren ist Herzensbildung Thema bei Gottesdiensten und Fortbildungen, in Organisationsentwicklungs- und Leitbildprozessen, bei Besinnungstagen und Exerzitien in der bayerischen Caritas gewesen. Und der Trend geht weiter«, sagte Prälat Zerrle.

Die Thematik knüpft an eine der Kernaussagen der Enzyklika »Deus caritas est« von Papst Benedikt XVI. an. Dort sagte der Papst, Herzensbildung sei die Voraussetzung für die Fachkräfte und Ehrenamtlichen in der Caritas, damit sie in rechter Weise mit den Menschen, die ihnen anvertraut sind, umgehen können. Diese Herzensbildung wurzele »in der Begegnung mit Gott in Christus«, der »die Liebe weckt und ihnen das Herz für den Nächsten öffnet, so daß Nächstenliebe für sie nicht mehr ein sozusagen von außen auferlegtes Gebot ist, sondern Folge ihres Glaubens, der in der Liebe wirksam wird.« Mit dieser Grundhaltung, so Prälat Zerrle, könnten die Mitarbeitenden der Caritas den bei ihnen Hilfe suchenden Menschen auch auf Situationen von Not und existentiellen Ängsten, ja sogar auf den Tod verläßliche Antworten geben.

Margit Eckholt, Professorin für Dogmatik an der PTH Benediktbeuern, nannte bei der Veranstaltung mehrere Gründe für die Hochkonjunktur des Begriffs Herzensbildung. Zunächst wirke der Begriff aus sich selber, weil Herz ein Urwort des Menschen schlechthin sei und Tiefenschichten der menschlichen Existenz erreiche. Zum anderen, so wurde bei der Veranstaltung betont, sei der Begriff offenbar eine Art Gegenbewegung gegen Trends im Sozialbereich der letzten Jahre. Eckholt: »Die Professionalisierung sozialer Dienste, die vielfältigen Qualitätsdiskussionen, der Rückgriff auf neue Theorienbildungen in Sozial-und Wirtschaftswissenschaften, auf Management-Theorien und die Angleichung an säkulare Dienstleister und ihre Standards scheinen kaum Raum für die Suche nach einer diakonischen Spiritualität zu geben. Gerade im Zuge der Professionalisierung und einer verstärkten Zusammenarbeit mit säkularen sozialen Diensten können kirchliche Einrichtungen ihr kirchliches beziehungsweise ihr christliches Profil verlieren.« Der Papst habe an die Notwendigkeit eines solchen Profils erinnert und dabei den Begriff Herzensbildung ins Spiel gebracht.

Der Gedanke der Herzensbildung wurde beim Werkstattgespräch von den anwesenden 40 TeilnehmerInnen vertieft. Man suchte Wege, wie diese personale Dimension von Pflege und Sozialarbeit in der Aus-, Fort-und Weiterbildung in den Sozialberufen bei der Caritas fruchtbar gemacht werden kann. Dabei wurden Module für Hochschulen und Modelle für Besinnungstage und Exerzitien erarbeitet. Der Leiter der Werkstatt, der Benediktbeurer Jugendpastoraltheologe Professor Martin Lechner, sagte, die biblisch-christliche Spiritualität der Herzensbildung müsse die Kultur eines Caritasverbandes und aller seiner Einrichtungen prägen. Jeder Leitungsfunktion obliege deshalb die Sorge für Spiritualität und »Herzensbildung« aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Spiritualität der Herzensbildung solle aber nicht lediglich über bestimmte Personen verkörpert werden, sondern auch institutionell verankert sein.

Bernd Hein / LCV Bayern / 6. März 2008
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