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Nach der musikalischen Einstimmung durch drei
Studentinnen der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer
Don Boscos begrüßte Rektor Prof. P. Dr. Lothar
Bily SDB die Anwesenden. Es folgte die Vorstellung der von
den Nachwuchswissenschaftlern verfaßten Arbeiten durch die
jeweiligen Betreuer.
Prof. P. Dr. Dr. h. c. Angelus A. Häußling
OSB, emeritierter Liturgiewissenschaftler der PTH, begann mit
der Feststellung, daß Dissertationen heutzutage meist »eine
Halbwertszeit von zehn Jahren« besäßen. Bei seinen
Doktoranden, dem Prämonstratenserpater Gabriel Markus Wolf und
dem PTH-Bibliothekar Philipp Gahn, werde dies höchstwahrscheinlich
nicht der Fall sein. Denn beide hätten wichtige Grundlagenarbeit
geleistet: ersterer mit seinen Untersuchungen zur mittelalterlichen
Profeßformel des Prämonstratenserordens, letzter mit seinen
Untersuchungen zu den Gebetbüchern des »bayerischen Kirchenvaters«
Johann Michael Sailer.
Prof. P. Dr. Jacques
Schepens SDB, Religionspädagoge der PTH, würdigte die kumulativ
erbrachten Leistungen seines Habilitanden Dr. Manfred Riegger.
Der inzwischen als Akademischer Rat an der Katholisch-Theologischen
Augsburg – und nebenbei immer noch als
Religionslehrer an der Volksschule Benediktbeuern –
tätige Riegger verstehe es in überzeugender Weise, Theorie und
Praxis des schulischen Religionsunterricht in Beziehung zu setzen.
Prof. P. Dr. Lothar Bily SDB, Fundamentaltheologe
der PTH, stellte die Werke des ebenfalls kumulativ habilitierten
Dominikanerpaters Dr. Ulrich Engel aus Berlin vor. Bei diesem
sei es bemerkenswert, daß er sich als Theologe mit postmodernen
Autoren wie Jacques Derrida und Gianni Vattimo auseinandersetze
und sich dabei nicht scheue, denkerisches Neuland zu betreten.
Den Abschluß des akademischen Festaktes
bildete ein Vortrag von Dr. Manfred Riegger zum derzeit aktuellen
Thema: »Fußballspiel als Spiegel für den Religionsunterricht«.
Riegger, der sich einem symbolisch-kritischen Ansatz verpflichtet
weiß, konnte zahlreiche Berührungspunkte und Analogien zwischen
Fußball und Religionsunterricht aufzeigen. »Um überzeugend
zu wirken muß der Religionsunterricht nicht nur Denken und
Wollen, sondern den ganzen Menschen ansprechen«, so sein
Fazit.
PTH-Pressestelle
/ 3. Juni 2006
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