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Auf die erste Ordensprofeß am 4. September
1945 folgten Jahre des pädagogischen Praktikums sowie des Studiums,
die allerdings schon von der kirchenfeindlichen Politik der Kommunisten
überschattet waren.
Als im Jahre 1950 die tschechoslowakischen Ordensniederlassungen
geschlossen und die Ordensleute in Konzentrationslager eingeliefert
wurden, gelang Josef Privoznik zusammen mit weiteren Salesianern
die Flucht. Daraufhin setzte er seine philosophischen und theologischen
Studien in der Heimat Don Boscos, d. h. in Turin fort. Am 1.
Juli 1957 zum Priester geweiht, wurde er zunächst in die Norddeutsche
Provinz seines Ordens versetzt, um in verschiedenen Häusern als
Lehrer der Philosophie zu arbeiten. In dieser Zeit konnte er auch
seine Dissertation fertigstellen. 1965 wurde er von der Theologischen
Fakultät Trier zum Doktor der Theologie promoviert.
Im Anschluß daran unterrichtete er 10 Jahre
lang Philosophie in Rom. Seit 1975 wirkt Pater Privoznik in Benediktbeuern
als Dozent, der von den Studierenden sehr geschätzt wird, weil er
nicht nur Lehrer der Philosophie, sondern auch Philosoph ist, dem
es gelingt, Freude am eigenständigen Denken zu vermitteln. Das oberbayerische
Kloster Benediktbeuern ist ihm inzwischen zum zweiten Zuhause geworden,
und längst besitzt er auch die deutsche Staatsbürgerschaft. An den
Sonn- und Feiertagen ist er außerdem mit großem Engagement als Seelsorger
in Otterfing südlich von München tätig.
Stets war Pater Privoznik der Kontakt zur (tschecho-)slowakischen
Kirche – und zwar sowohl zur Untergrundkirche als auch zur offiziellen
Kirche – ein Anliegen. In den Jahren vor der Wende sandte er regelmäßig
Päckchen mit geistlicher Literatur in seine Heimat. Seitdem die
Salesianer Don Boscos dort wieder öffentlich wirken durften, nutzte
er die Benediktbeurer Semesterferien, um am Ordensstudentat von
Sillein (Zilina) die jungen slowakischen Mitbrüder in das philosophische
Denken einzuführen.
PTH-Pressestelle
/ 16. September 2005
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