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So lag es nahe, daß die PTH Benediktbeuern
zu Beginn des Sommersemesters ein Seminar zum Thema »Kirche
und Theologie in Frankreich« anbot, das auch eine Exkursion
einschloß. Unter der Leitung der Dogmatikerin Prof. Dr. Margit
Eckholt und des Kirchengeschichtlers Prof. P. Dr. Norbert
Wolff sowie mit finanzieller Unterstützung durch die Don-Bosco-Hochschulstiftung
fuhren zehn PTH-Studierende vom 6. bis zum 10. April nach Lyon.
Das dortige Bildungshaus der Salesianer Don Boscos – zwischen der
Basilika von Fourvière und dem antiken Römertheater gelegen – sollte
sich für die Zwecke der Benediktbeurer Gruppe als ideal erweisen.
Denn zum einen standen Seminarsitzungen
mit Referaten der Teilnehmer auf dem Programm, zum anderen wollte
man verschiedene Gesprächs- und Besichtigungsmöglichkeiten in der
Stadt und in der Umgebung nutzen. Es fanden Besuche bei der Katholisch-Theologischen
Fakultät, bei der ökumenisch ausgerichteten Bewegung »Chemin
Neuf« und bei einer salesianischen Schule statt. Am Freitagabend
nahmen die Studierenden am Pontifikalamt teil, das in der vollbesetzten
Kathedrale für den verstorbenen Papst Johannes Paul II. gefeiert
wurde. Eine Halbtagestour führte die Gruppe in den Wallfahrtsort
Ars. Auf dem Rückweg durfte selbstverständlich ein Abstecher nach
Annecy nicht fehlen, denn dort hatte im frühen 17. Jahrhundert Bischof
Franz von Sales gewirkt – der Namenspatron der Salesianer.
Die Penzbergerin Anselma Probst
(25, links im Bild), die an der Fahrt teilnahm, war mit dem Verlauf
zufrieden: »Sehr beeindruckt haben mich die Lebenszeugnisse
von Christen – zum Beispiel bei den Besuchen in Ars und Annecy,
wo wir Einblick in das Leben des hl. Jean-Marie Vianney und des
hl. Franz von Sales erhielten. Selbst dort gewesen zu sein, wo so
große Christen gelebt haben, bewegt und intensiviert die Auseinandersetzung
mit ihnen.«
Für ihre spätere berufliche Tätigkeit
als Theologin sieht sie die in Frankreich gemachten Erfahrungen
als hilfreich an: »Die Exkursion bot einen kleinen Einblick
in die Situation der katholischen Kirche in Frankreich und zeigt
uns eventuell die Situation der deutschen Kirche in einigen Jahren.
Die zu beobachtenden Aufbrüche und Neuorganisationen – etwa in der
Pfarrseelsorge oder bei den Salesianern Don Boscos – geben Hoffnung,
daß angesichts von finanziellen Problemen und Priestermangel die
Kirche zwar in anderer Weise weiterbesteht, aber daß diese Umbrüche
auch Chancen sein können.«
PTH-Pressestelle
/ 13. April 2005
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