Etwas von der befreienden Botschaft Christi vermitteln

Vier Diplom-Theologen erhielten Urkunden

»Nicht die Wirklichkeit verklären, sondern kritisch aufklären über die menschenfreundliche Herrschaft Gottes in der Welt!« Diese Botschaft stand im Zentrum des Gottesdienstes am Freitag, 6. August 2004, aus Anlaß der Diplomverleihung an vier Absolventen der PTH Benediktbeuern. In seiner Predigt ging PTH-Rektor Professor Pater Dr. Karl Bopp von den biblischen Lesungen zum Fest der Verklärung aus, um den Neu-Diplomierten ihre zukünftige Aufgabe als TheologenInnen zu erläutern. Dem Leitbild der Ordenshochschule zufolge soll ja in Benediktbeuern eine »geerdete Theologie« gelehrt werden, die zu einer »pastoralen Kompetenz« führt.


V.l.n.r.: Franz Späth, Johannes Sontheim, Barbara Flad, Stefan Petry

Pater Bopp ermunterte die Absolventen, die heutige Gesellschaft kritisch anzuschauen und hier gegen die herrschenden Trends etwas von der befreienden Botschaft Jesu Christi zu vermitteln. Als anschließend im Salettl des Klosters die Urkunden überreicht wurden, wies der Rektor noch darauf hin, daß die frischgebackenen Diplom-Theologen in ihrem bisherigen Leben bereits wichtige Erfahrungen im Umgang mit Menschen gemacht hätten.

Die Münchnerin Barbara Flad (27) absolvierte nach dem Abitur zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Diözesanjugendstelle im englischen Bristol. Seit 1997 studiert sie Soziale Arbeit (Diplom 2001) und Katholische Theologie in Benediktbeuern. Ihre theologische Diplomarbeit trägt den Titel: »'Helfer der unendlichen Güte Gottes' (Vinzenz von Paul). Modelle und Visionen einer diakonischen Kirche«. Ende September wird sie sich für 10 Monate nach Peru begeben, um in einer Missionsstation der Barmherzigen Schwestern des Vinzenz von Paul mitzuarbeiten. Danach hofft sie auf eine Anstellung als Pastoralreferentin in ihrer Heimatdiözese.

Der aus Holzkirchen stammende Franz Späth (29) verfügt ebenfalls über Auslandserfahrungen. Zwischen Abitur und Studium arbeitete er ein Jahr als Freiwilliger in einem sozialen Projekt in Argentinien. Seit 1997 ist er »Doppelstudent« in Benediktbeuern. In seiner theologischen Diplomarbeit hat er sich mit den »Politischen Stellungnahmen der Deutschen Bischofskonferenz und ihrer Wirksamkeit in den Pfarreien« befaßt. Was er mit den zwei in Benediktbeuern erworbenen Diplomen zukünftig anfangen wird, ist noch offen.

Stefan Petry (31) ist das »Nordlicht« unter den Absolventen. Der Rheinländer ist in einem kleinen Ort bei Zell an der Mosel aufgewachsen. Auf eine Lehre als Bankkaufmann in Koblenz und ein viermonatiges Volontariat in Frankreich folgte bei ihm ein achtmonatiges Praktikum in einem Behindertenwohnheim. Während des »Doppelstudiums« (Diplom in Sozialer Arbeit 2002) arbeitete er in der Jugendbildungsstätte Aktionszentrum mit. Eine Frucht dieser Tätigkeit ist seine Diplomarbeit zum Thema: »Heute Gott feiern, aber wie? Von der Kunst der Liturgie mit Jugendlichen«. Stefan Petry wird Jugendpfleger an der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit in Augsburg.

Johannes Sontheim (29) aus Wangen im württembergischen Allgäu arbeitete als Industriekaufmann in Lindau, bevor er sich für die Theologie entschied. Nach einem Vorbereitungsjahr zum Erlernen der alten Sprachen in Ehingen/Donau studierte er bis zum Vordiplom an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen, um dann nach Benediktbeuern zu wechseln. Hier interessierten ihn besonders der jugendpastorale Schwerpunkt der Hochschule und das spirituelle Ambiente. In seiner Diplomarbeit ging es um »Die Gegenwart Christi in der Eucharistie. Eine Auseinandersetzung mit dem Mysterium fidei der Kirche«. Er wird zunächst als Religionslehrer in den Dienst der Diözese Augsburg treten.

PTH Benediktbeuern / Pressestelle / 10. August 2004
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