Hoher Besuch bei Habilitationsfeier

Salzburger Theologin erhielt Urkunde in Gegenwart von Erzbischof Kothgasser

Der Erzbischof von Salzburg hat es sich nicht nehmen lassen, an seine frühere Wirkungsstätte zurückzukehren und an der ersten Habilitationsfeier der PTH Benediktbeuern teilzunehmen. Immerhin war Alois Kothgasser SDB hier nicht nur mehrere Jahre lang Rektor, sondern er kennt auch Renate Egger-Wenzel persönlich, die sich im Januar 2004 an der Ordenshochschule habilitiert hat.

Am Montag, 24. Mai 2004, wurde nun im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern die Habilitation der Salzburger Theologin öffentlich gefeiert. Im Beisein von rund 50 Gästen stellte zunächst Professor Pater Otto Wahl SDB seine Schülerin vor. Er erwähnte, daß die 1961 in Mährisch-Schönberg geborene Alttestamentlerin vor ihrem Studium zunächst den Beruf der Krankenschwester erlernt habe. In der Bibelwissenschaft, so Pater Wahl, habe sie sich inzwischen als Forscherin zum Buch Jesus Sirach einen Namen gemacht.

V.l.n.r.: Prof. Otto Wahl SDB, Renate Egger-Wenzel, Rektor Prof. Karl Bopp SDB, Erzbischof Alois Kothgasser SDB

Renate Egger-Wenzel hielt einen Vortrag zum Thema: »Die Taube mit silbernen Schwingen, mit goldenem Flügel (Psalm 68,14). Farbliche Querverbindungen«. Dabei konnte sie interessante Bezüge zu anderen Büchern der Hebräischen Bibel herstellen. Die Taube erinnere beispielsweise an die Taube, die Noah nach der Sintflut ausgesandt habe. Außerdem gebe es zahlreiche Hinweise auf die Landnahme durch das Volk Israel. Und schließlich, so Frau Egger-Wenzel, verwiesen die zwei Farben Silber und Gold auf besondere Produkte des Landes Kanaan: nämlich Milch und Honig. An das Ende ihrer Rede stellte die Theologin eine längere Danksagung. Hier wurde deutlich, daß mehrere Salesianer ihren Lebensweg begleitet und sie in ihren beruflichen Werdegang unterstützt hatten, unter anderem die Patres Hans Altmann (Aschau/Inn) und Josef Weber (Benediktbeuern).

Nach dem Vortrag überreichte PTH-Rektor Professor Pater Karl Bopp SDB die Habilitationsurkunde und wies – wie zuvor schon Pater Wahl – darauf hin, daß es bereits zu benediktinischer Zeit intensive Kontakte zwischen Benediktbeuern und Salzburg gegeben habe. Diese Kontakte gelte es weiter auszubauen.

PTH Benediktbeuern / Pressestelle / 26. Mai 2004
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