Kant-Experte an der PTH Benediktbeuern

Am 12. Februar 2004 hat sich der Todestag des Königsberger Philosophen Immanuel Kant zum 200. Mal gejährt. Zu den Kant-Fachleuten, die aus diesem Anlaß als Referenten gefragt sind, gehört auch der an der PTH Benediktbeuern lehrende Prof. Dr. Clemens Schwaiger (41).

Der aus dem Landkreis Aichach-Friedberg stammende Wissenschaftler, der zunächst an der Jesuitenhochschule und an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studierte, gehört seit 1989 als Bruder dem Salesianerorden an. Er promovierte und habilitierte sich an der Universität Trier bei Prof. Dr. Norbert Hinske. Sowohl in seiner Doktorarbeit als auch in seiner Habilitationsschrift ging es um die Philosophie des 18. Jahrhunderts. Schwaiger ist Mitherausgeber der renommierten Buchreihe »Forschungen und Materialien zur deutschen Aufklärung«.

Soeben ist in dem von Norbert Fischer herausgegeben Sammelband »Kants Metaphysik und Religionsphilosophie« ein Beitrag Clemens Schwaigers über das »Denken des ‚Übersinnlichen' bei Kant« erschienen. Über dieses Thema wird er auch am Samstag, 14. Februar 2004, bei einer Tagung in der Akademie des Bistums Mainz sprechen. Für den Juni ist noch ein Vortrag an der Katholischen Universität Eichstätt geplant.

Auf die Frage, warum es lohne, sich heute mit Kant zu beschäftigen, meint Schwaiger, daß Kant in entscheidender Weise das Denken der Moderne geprägt habe. Wolle Theologie anschlußfähig bleiben, dann könne sie auf die Auseinandersetzung mit dem Königsberger Philosophen nicht verzichten. Und außerdem, so fügt er hinzu, lasse sich von Kant lernen, daß kritisches Denken alles andere als ein bequeme Angelegenheit sei, denn auch Anstrengung und Selbstdisziplin seien nötig.

PTH Benediktbeuern / Pressestelle / 13. Februar 2004
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