Erste Habilitation an der PTH Benediktbeuern

Renate Egger-Wenzel erhält Lehrbefähigung für Altes Testament

Seit dem Wintersemester 2000/01 verfügt die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern über das Habilitationsrecht. Nun hat sie zum ersten Mal von diesem Recht Gebrauch gemacht. Am 22. Januar 2004 wurde der am Institut für Alt- und Neutestamentliche Wissenschaft der Universität Salzburg tätigen Theologin Renate Egger-Wenzel (43) die Lehrbefähigung für das Fach »Altes Testament« verliehen.

Die frischgebackene Privatdozentin stammt aus Mährisch-Schönberg in Tschechien. Während des Prager Frühlings gelangte sie als kleines Kind ins oberbayerische Waldkraiburg. Bevor sie ab 1986 in Salzburg Katholische Theologie studierte, absolvierte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf.

PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp und
Frau Dr. Renate Egger-Wenzel.

Frau Egger-Wenzel ist in Benediktbeuern keine Unbekannte. 1997 promovierte hier sie bei Prof. P. Dr. Otto Wahl über das biblische Buch Ijob. Ihre Dissertation trug den Titel: »Von der Freiheit Gottes, anders zu sein«. Seit einigen Jahren hat die Nachwuchswissenschaftlerin auch einen Lehrauftrag an der Ordenshochschule. Und schließlich nimmt sie an der hochschuldidaktischen Weiterbildung (in Trägerschaft des Katholisch-Theologischen Fakultätentags und der Deutschen Bischofskonferenz) teil, die im Februar 2004 wieder in Benediktbeuern stattfindet.

Bei ersten Benediktbeurer Habilitation handelt es sich um eine sogenannte »kumulative Habilitation«. Das bedeutet, daß die Kandidatin nicht eine einzige große Habilitationsschrift eingereicht hat, sondern mehrere kleinere Beiträge. Diese wurden in ihrem wissenschaftlichen Wert von insgesamt drei Gutachtern gewürdigt (zwei auswärtige Gutachter und Prof. Otto Wahl). Nach einem Vortrag, den Frau Egger-Wenzel über die »Armenfürsorge im Alten Orient und im Alten Testament« hielt, wurde sie vom Benediktbeurer Professorenkollegium im Habilitationskolloquium noch einmal ins Kreuzverhör genommen.

PTH Benediktbeuern / Pressestelle / 28. Januar 2004
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